RISE

Regional Identity and culture, Strengths development & Environment action

Ein Individualprojekt in Interreg III C

Karte des RISE-Projektes

Seit 1999 bestanden Kontakte zwischen dem Teilraum Deggendorf/Plattling als „Region der Zukunft“ und der Region Erlach/Östliches Seenland als „EuropĂ€ische Referenzregion“. 2003 haben die beiden Regionen gemeinsam mit der österreichischen Region Aichfeld-Murboden (Steiermark) ein gemeinsames INTERREG III C-Kooperationsprojekt unter dem Namen "RISE - Regional identity and culture, strengths development & environment action" eingereicht. Dieses Projekt wurde Anfang 2004 bewilligt.

Kooperierend und cofinanzierend waren die jeweiligen Regierungen aus den drei PartnerlĂ€ndern an dem Projekt beteiligt. In Deutschland geschah dies durch das Bayerische Staatsministerium fĂŒr Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, in Österreich durch das Amt der SteiermĂ€rkischen Landesregierung in Graz und in der Schweiz durch den Regierungsausschuss des Espace Mittelland und das Bundeswirtschaftsministerium.

Der Name RISE ist eine Komposition aus den Anfangsbuchstaben der drei Schwerpunkte der Zusammenarbeit: Regional Identity and culture, Strengths development und Environment action (Regionale IdentitÀt und Kultur, Entwicklung der StÀrken und Sicherung der Umwelt). Gleichzeitig ist RISE auch ein englisches TÀtigkeitswort und bedeutet soviel wie sich erheben, aufwachen, etwas tun.

Nomen est Omen. Das Kooperationsprojekt RISE sollte ein Beitrag zur Förderung nachhaltiger Entwicklung in verstĂ€dterten lĂ€ndlichen Regionen Europas werden. Alle drei Partnerregionen haben vergleichbare naturrĂ€umliche und strukturelle Voraussetzungen. Alle drei haben lĂ€ndliche oder lĂ€ndlich-industrielle Wurzeln und in den letzten Jahrzehnten eine starke Entwicklung durchgemacht. Alle drei verfĂŒgen ĂŒber ein großes landschaftliches Potenzial, das vom Wasser geprĂ€gt ist. Alle drei sind gut erschlossen und befinden sich im Einflussbereich grĂ¶ĂŸerer, wirtschaftlich potenter Agglomerationen. Alle drei kĂ€mpfen um ihre EigenstĂ€ndigkeit und IdentitĂ€t. Interessanterweise entwickelten die drei Partnerregionen trotz Ă€hnlicher wirtschaftlicher und planerischer Ausgangslage jeweils unterschiedliche Strategien und LösungsansĂ€tze sowohl im politischen als auch im operativen Bereich der Regionalentwicklung. Das machte die Sache interessant.

Übergeordnetes Ziel von RISE war der politische und fachliche Erfahrungsaustausch in den gemeinsam interessierenden Themenfeldern sowie die Erprobung und DurchfĂŒhrung von innovativen Pilotprojekten im Bereich der regionalen Entwicklungsarbeit in stark besiedelten lĂ€ndlichen RĂ€umen. FĂŒr die Partnerregionen und die staatlichen Kooperationspartner, aber auch fĂŒr Akteure aus Wirtschaft und Kultur sollten dadurch wertvolle Erkenntnisse und konkreter Nutzen generiert werden.

Das Projekt RISE lief ĂŒber einen Zeitraum von drei Jahren (2004 - 2006). Jedes Jahr fand in einem der drei PartnerlĂ€nder ein mehrtĂ€giger Konvent statt, der einem speziellen Themenfeld innovativer Regionalentwicklung gewidmet war. Die Jahreskonvente wurden durch sieben konkrete Pilotprojekte bereichert, die sich unter Beteiligung von interessierten Organisationen im Bereich der oben stehenden Themenfelder entwickelten und zu direkt nutzbaren Ergebnissen fĂŒhrten.